Manchmal ist eine Unterrichtsstunde insgesamt so genial, dass man nachher zurückblickt und feststellt: das kann man nicht in einem Spruch unterbringen.
Ein Beispiel: Woran erkennt man eine gelungene Unterrichtsstunde zum Deutsch-LK? Man beginnt mit Goethe und 20 Minuten später recherchiert man die Geschichte des Kondoms.
Was sonst noch los war, kommt hier chronologisch im gewohnten Format - viel Spaß.
Kundin: "Deporte heißt Sport? Wie kann das denn?"
D: "Wieso denn nicht, das ist doch ähnlich."
Kundin: "Das klingt eher wie deportieren."
Schüler: "by the year two thousand elf."
Schüler: "Meine Uhr funktioniert kaputt."
Kundin: "Ich war mal in einer Schule für Hochbegabte. Also ich war nicht hochbegabt, ich war zufällig da. Zu Besuch."
Schüler: "Montags ist echt immer der schlimmste Tag bei mir."
D: "Aber heute ist doch Mittwoch."
Schüler: "Tja, dann hab ich wohl keine Ausrede mehr."
Schüler: "The clothes are in the bucket."
D: "Also, so sieht ein viktorianischer Steingarten aus." [zeigt Foto]
Kundin: "Ah, mit vielen Steinen!"
Schüler: "Scheiße! Entschuldigung, ich meine verdammter Mist!"
Schüler: "Jambus und Trochäus? Das kann sich doch keiner merken, warum können die nicht Peter und Hans heißen?"
Beispielsatz in einer Übung: Ken has given up his job.
Schülerin: "Ah, so he's not Barbie's boyfriend anymore?"
Schüler: "It's an easy question of Nes or Yo."
D: "Und wie kommen wir aus dieser Situation raus?"
Schüler: "Hmm, mal überleben äääh überlegen."
D: "Das würde in der Tat beides helfen."
Schüler: "Martin Luther? War das nicht dieser Jude? Der sich im 2. Weltkrieg verschanzt hat?"
Schüler: "Rechtsklick: wie Neonazis das Internet nutzen."
Schüler: "Ich bin dann der Typ, der in der Klausur hektisch im Wörterbuch blättert."
D: "Okay, aber da geht ja immer einiges an Zeit verloren."
Schüler: "Ach keine Sorge, ich finde so wenig Stilmittel im Text, ich hab genug Zeit zum Blättern."
D: "Ich finde es ja gut, dass du gehobene Wörter benutzen willst. Der nächste Schritt ist jetzt, dass du das richtige Wort an der richtigen Stelle anwendest."
Schülerin: "Boah, sag doch einfach, dass das kacke war."
D: "Du hast negative falsch geschrieben."
Schüler: "Aha. Ich habe es nicht als Wort anerkannt."
Schüler: "Bob and Ben were kebbeling sich."
[Bild mit Lückentext drunter]
At 12:30 the kids were having ........
D: "Ja, was denn?"
Schüler: "Hmm, breakfast oder lunch. Vermutlich breakfast, weil die Sonne nicht scheint."
Schüler: "Macbeth was written by Sherlock Holmes."
D: "Du musst den Konjunktiv von querer verwenden."
Kundin: "Ach, das war doch dieses Khedira-Ding."
D: "Was? Quería."
Kundin: "Khedira, sag ich doch."
Kundin: "Wir waren im Januar in Magdeburg. Es war kein Problem, ein schönes Zimmer zu bekommen, ich meine wer fährt schon im Januar nach Magdeburg."
Schüler: "Ich lach mir gleich die Hackfresse raus."
Schüler: "Ich hab nur fünf Stunden geschlafen."
D: "Pff, ich auch. Die Ausrede lasse ich nicht gelten."
Schüler: "Ok, dann drei."
Schüler: "Der hat vier Beine an den Füßen."
Schüler: "Da wurde ein neuer Rundfunk gebaut."
Schüler: "Auf der Aussichtsplattform hat man einen super Blick nach unten und nach vorne, aber leider nicht nach hinten."
Schüler: "That all changed after Friday the 13th."
D: "What?"
Schüler: "I mean after 9/11."
D: "Ja, das ist beim American Football zum Beispiel auch so."
Schüler: "Echt? Kennst du die Regeln?"
D: "Das meiste zumindest."
Schüler: "Ist das kompliziert?"
D: "Ich bitte dich, das ist der Lieblingssport der Amis, wie kompliziert kann das schon sein?"
D: "Und wenn du in Amerika bist, achte drauf, dich nicht auf Privatgrundstücken aufzuhalten. Das nehmen die da sehr ernst. Da stehen dann auch oft solche Warnschilder."
Schüler: "Ok, also wenn ich so ein Schild auf der Wiese sehe, besser nicht drauf gehen."
D: "Genau, sonst könntest du draufgehen."
Schüler: "It's a lot of fun but there's no halli galli."
[Übung mit Präpositionen]
Would you like to come ....... the party on Saturday?
Kunde: "At?"
D: "Naja... Hmm, je nach Art der Party kann man das gelten lassen."
D: "Die Queen ist enorm wichtig für den Erhalt des Commonwealth."
Kundin: "Ah ja, dann darf die nicht sterben."
D: "Das nächste Verb ist to meet."
Kundin: "Na das ist ja was für mich als Veganerin."
D: "Genau! Meat, Mett, Mett!"
Kundin: "Ist schon lange her. 30 Jahre bestimmt. Vielleicht auch 30."
Kunde: "Die persönlichen Ansprüche sind teilweise maßlos. Und manchmal auch maßlos blöd."
Kundin: "Daniel, can you tell us something about fill words?"
D: "No, I only know fill Collins."
D: "Was heißt 60?"
Schüler: "Seis."
D: "Das ist 6. Da musst du noch was dran hängen."
Schüler: "Seisty."
Kundin: "Buenos días. Schöne Bilder."
Schülerin: "Hypotaxe und Parataxe? Ich kenn nur Kurtaxe."
D: "Was war nochmal der Unterschied zwischen some und any? Wann benutzt man was?"
Schülerin: "Some bei Fragen und Antworten, any bei Verneinungen."
D: "Okay, aber man kann doch auch Fragen mit any stellen. Wann ist das der Fall?"
Schülerin: "Bei dummen Fragen."
Kundin: "Can you yodel in English?"
Schüler: "Das haben wir alles nie besprochen. Selbst in Deutsch nicht, da ist unser Unterricht auch sehr legitimiert."
D: "Joa, das merkt man."
Kundin: "Das ist gemein, wir waren in Irland und es gab kein Lammfleisch!"
Kunde: "Vielleicht war gerade keine Jagdsaison."
Schüler: "Aber so arm kann Büchner nicht gewesen sein, er hat ja Medizin studiert."
D: "Naja gut, studieren ist das eine..."
Schüler: "Wenn er ganz arm gewesen wäre, hätte er ja Theologie studiert."
D: "Was ist ein Oxymoron?"
Schüler: "Nein."
D: "Jetzt hast du nicht geschrieben ich bin 13 Jahre alt, sondern ich Jahre 13." [die 13 als Zahl, nicht ausgeschrieben!]
Schüler: "Wie blöd."
D: "Das stimmt."
Schüler [guckt ungläubig auf den Zettel]: "Und ich bin ja nicht mal 13!"
Schüler: "A lot of floor space. Viele Treppen im Flur."
Kunde: "Was heißt eigentlich Kotflügel auf Englisch, doch nicht shitwing oder?!"
